Schweizer Uhren Zenith

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Charles Vermot

Charles Vermot

Anfang der 1970 Jahre durchlitt die Schweizer Uhrenindustrie die schlimmste Krise ihrer Geschichte, da Quarzuhren drohten, mechanische Kaliber völlig vom Markt zu verdrängen. Die amerikanische Inhaberin der Marke mit dem Stern zwischen 1971 und 1978, Zenith Radio Corporation, fällte daraufhin 1975 eine drastische Entscheidung: Sie wollte sich fortan ausschließlich auf den Bau von Uhren mit Quarzwerken konzentrieren. Die Maschinen und Spezialwerkzeuge für Mechanikwerke sollten zum Schrottpreis versteigert, Pläne und jahrhundertealtes Wissen einfach eingestampft werden.

Charles Vermot beschloss,
die wesentlichen Produktionsmittel
für das Kaliber El Primero
in Sicherheit zu bringen.

In der von Charles Vermot geleiteten Werkstatt Nr. 4 schlug die Nachricht wie eine Bombe ein. Der Spezialist für Chronographen, der sein Leben lang in der Manufaktur gearbeitet hatte und speziell die Entwicklung des Kalibers El Primero von Anfang an begleitete, war fassungslos.


Vergeblich versuchte er die Direktion umzustimmen, wenigstens die Produktionsmittel zu bewahren, denn er war überzeugt davon, dass die geniale Technik sich eines Tages wieder gegen die Batterien durchsetzen würde. So beschloss er, auf eigene Faust zu handeln.


Nach Feierabend schaffte er heimlich 150 Maschinen mit einem Gesamtgewicht von mehr als einer Tonne, Spezialwerkzeuge, Stanzen, Nocken und Pläne an einen sicheren Ort.

Stanzen

Stanzen


Historischer Bauplan für das Kaliber El Primero

Historischer Bauplan für das Kaliber El Primero


Jedes Teil wurde sorgfältig etikettiert und in einem Register verzeichnet, das er auf dem selten betretenen Dachboden der Manufaktur aufbewahrte.


1978 wechselte die Marke Zenith erneut den Besitzer. Die neuen Inhaber glaubten an eine Renaissance der mechanischen Uhrmacherkunst. Eine Prognose, die von anderen Uhrenhäusern geteilt wurde, weshalb sie ihre Kreationen gern mit dem unerreicht präzisen und zuverlässigen Kaliber El Primero ausstatten wollten und sich daher an Zenith wandten.

Zenith verdankt es diesem Helden des Alltags, dass die Produktion des legendären Chronographen 1984 wieder aufgenommen werden konnte

Aber wie sollte die Manufaktur ihren Bestellungen nachkommen? Ohne Pläne, Formen, Spezialwerkzeuge? Und vor allem ohne das spezifische Wissen der Uhrmacher, die alle entlassen oder in Rente gegangen waren?
Dies war der Moment, in dem Charles Vermot das Geheimnis seiner Gehorsamsverweigerung lüftete: Er zeigte der neuen Direktion die großen Holzkisten, die er neun Jahre lang sorgsam gehütet hatte. Ohne aufzutrumpfen, einfach nur zufrieden, seine Pflicht erfüllt zu haben. Dank diesem bescheidenen Held des Alltags konnte Zenith die Produktion des legendären Chronographen 1984 wieder aufnehmen.

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